Fahrberichte: Opel Adam

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FREUDE AM ERFAHREN?

Opel hat das Rad nicht neu erfunden, wird aber nicht müde zu betonen, dass es für den Opel Adam keinen direkten Vorgänger gibt. Man schwimmt mit dem 3,7 Meter langen Kleinwagen also nicht auf einer Retro-Erfolgs-Welle und kann auf event. erweckte Emotionen hoffen, sondern muss gänzlich neue Kunden überzeugen. Kein Retro? Dafür aber eine Menge mehr und auch wenn es kein Mehrwert ist, wenn jeder erfährt, dass der Blogger ans Meer fährt: Der Opel Adam wurde am Meer gefahren, besser gesagt auf himmlischen Küstenstrassen in Portugal.

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Mario-Roman Lambrecht war ganz flott, noch bevor andere in den Flieger gestiegen sind hatte er seine Meinung schon niedergeschrieben. Normalerweise rühmt sich Mario-Roman damit möglichst viel Gummi auf der Strasse zu lassen, doch scheinbar haben ihm die 87 PS aus dem Testfahrzeug (die komplette Testwagenflotte war mit dem 1.4 Liter 87 PS Antrieb ausgestattet, da Opel der Meinung ist, dass dieser Antrieb am häufigsten bestellt wird) auch gereicht: “Doch auch mit 87 Pferden prescht der Adam ausreichend flott voran, behauptet sich wacker im wirren Stadtverkehr Lissabons. Auch harmoniert die Abstimmung mit dem manuellen Fünfganggetriebe. Alle Motoren sind optional auch mit dem ecoFLEX- Technologiepaket zu bekommen. Darin inbehalten ist auch das kraftstoffsparende Start/Stop System.” – das der Opel Adam etwas “Drehzahl” benötigt verschweigt er aber nicht. Wie erwartet hat Bjoern Habegger ein paar Kritikpunkte mehr gefunden als Mario-Roman.

Bjoern Habegger spricht nicht nur den Kofferraum an sondern auch das Sportfahrwerk: “Eine grosse Spur und grosse Räder – wirklich ernst meint es der Opel ADAM mit dem sportlichen Anspruch des umgesetzten Fahrwerks-Layouts jedoch nicht. Wenn gleich die Vorderachse mit viel Elan den Kurven an der Portugiesischen Atlantikküste folgt, bleibt die Federung gefühlvoll eher dem Komfort als dem letzten Anspruch an die sportliche Kurvenjagd verpflichtet.” – in seinem Fakten-Check vom Opel Adam sehen Sie übrigens die Zielgruppe die “wir” in Portugal erreicht hätten.

Kollege Fabian Mechtel hat seinen Schwerpunkt nicht auf den Motor gelegt und das obwohl man genau weiss, dass Fabian Mechtel es auch gerne mal etwas sportlicher mag. Aus dem Grund war ich sehr über sein Fazit bzgl. des Antriebes gespannt: “Wer zügig vorankommen will, dem hilft allerdings auch kein hohes Engagement beim Sortieren der Gänge. Denn die von uns gefahrene motorische Mitte ist aus sportiver Sicht schon eher blass. Dass es die 13 Mehr-PS der Variante mit scharfem Kennfeld herausreissen, wagen wir an dieser Stelle zu bezweifeln.”

WEITERE PRESSEBERICHTE:

Interessant: Fast keiner der Blogger hat sich das Recht herausgenommen den LED-Himmel vom Opel Adam mit dem Sternenhimmel vom Rolls-Royce zu vergleichen – die Fachmedien haben den Hinweis, dass der LED-Sternenhimmel im Rolls-Royce einen Aufpreis von “einem Adam” kostet aber gerne “mitgenommen”. Eventuell wird der Adam ja auch zu einer neuen Währung. “Ich hätte gerne eine Luxuslimousine + LED Sternenhimmel: Das macht 10 Adam und einen noch oben drauf für die LED Innenraumbeleuchtung.

Auch Interessant: In der Fachpresse liest man häufig Sätze wie “der kriselnde Autobauer Opel”, was hat das mit dem Produkt zu tun, muss man jedes Fahrzeug bewerten in dem man sich vorher die Verkaufszahlen vom Konzern anschaut? Wo liegt der Mehrwert für den Leser? Stelle nur ich mir diese Frage?

Wie in jedem “Freude-am-Erfahren”-Blogbeitrag habe ich aber trotzdem einige Beiträge der Kollegen der schreibenden Zunft aufgeführt, denn die entern ja zur Zeit auch das Internet so wie Barack Obama im weissen Haus geblieben ist.

In der Welt-Online findet man einen Spot-Press Beitrag, den man so auch auf anderen Publikationsorten findet. Was im Print sicherlich gut funktioniert fällt online dann doch “negativ” aus, denn ich bin nun mehrfach auf den gleichen Beitrag gestossen.

Da lobe ich mir doch den Beitrag vom Focus-Online, dort wird dem Opel Adam zwar ein “blöder Name” unterstellt, aber ansonsten geht man fair mit dem Fahrzeug um und vergleicht dieses auch mit den richtigen Mitbewerbern (Fiat 500 und BMW Mini).

Lesenswert, da lustig geschrieben: der Fahrbericht von Motor-Talk. Meine Lieblingsstelle beschreibt, dass nicht einem BMW einen weiss/blauen Himmel verkauft. Stimmt, auf den Vergleich bin ich noch gar nicht gekommen.

SO SIEHT ER AUS:

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MEIN KOMMENTAR:

Meinen Beitrag über den Opel Adam finden Sie hier: klick, einen weiteren Beitrag finden Sie auch im Kennzeichen-Blog. Ich mag den kleinen Stadt-Floh, ich mag ihn wirklich. Hätte ich keine Kinder und keinen Hund, der Opel Adam wäre ein Fahrzeug welches ich mir vorstellen könnte. Relativ günstig in der Basis-Ausstattung und mit etwas Aufpreis so individuell wie ein Gericht in einem Sterne-Restaurant. Meiner persönlichen Meinung nach ist der Opel Adam nicht nur für die junge “Facebook-Generation” sondern auch durchaus für die “George Clooneys” geeignet. Dank dem gut einstellbaren Fahrersitz und dem verstellbaren Lenkrad findet jeder schnell eine gute Sitzposition. Kritikpunkte bleiben: Die hohe Ladekante am zu kleinen Kofferraum und für kleine Menschen die nicht verstellbare Gurthöhe. Ein Highlight: Das Ambiente-Licht in verschiedenen Farben, der LED Sternenhimmel und die neuen Interaktionsmöglichkeiten zwischen Smartphone (egal ob iPhone oder Android) mit dem Fahrzeug. Hier hat Opel nicht zuerst an den Profit gedacht, sondern an den Kunden bzw. was die vermeintliche Zielgruppe in der Tasche hat. Pfiffig gelöst: Zum Wechsel der Beleuchtung der Heckleuchten kann man diese mit ein paar Handgriffen komplett herausnehmen, vorbei also die Zeit der “vermakelten Finger”. Die Heckstossstange bei den Testfahrzeugen waren mit der Karosserie durch Popp-Nieten verbunden, ob das auch im Serienzustand so sein wird entzieht sich meiner Kenntnis wäre aber auch nicht tragisch. Vorne, die unteren weissen “Scheinwerfer” sind übrigens keine Nebelscheinwerfer sondern die Blinker, aus dem Grund kann man an dieser Stelle auch kein Abbiegelicht montieren. Ein paar Sicherheitsfeatures hätte ich mir für den Opel Adam noch gewünscht, doch was nicht ist kann ja noch werden. Heissen wir ihn erstmal Herzlich Willkommen auf der Welt, ab 2013 wissen wir dann mehr.

HERSTELLERLINKS:

Hier gelangen Sie direkt zur Webseite von Opel über den Adam.

Fotos: Jens Stratmann

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